HappyNewEars V

Neue Musik
24. Mai 2012 21 Uhr
Spannungsfelder
Cimbalom und Stimme mit einer Solo-Hommage an John Cage!

Mitwirkende
Cimbalom Musikinstrument (3000 v. Chr.)
Enikö Ginzery Cimbalistin (Ende 20. Jahrhundert)
Frauke Aulbert Stimmkünstlerin (Ende 20. Jahrhundert)

Eintritt 15,- ermäßigt 12,- EURO €
Kartenbestellungen 040 53 27 61 74 oder unter [email protected]

24. Mai klingt nach Schlittenfahren auf der Blumenwiese, Weihnachten und Pfingsten an einem Tag. – Musikalisch triffts: HappyNewEars bringt ein Konzert der ganz besonderen, spannungsreichen Art. Vier Besonderheiten:
die beiden Künstlerinnen, das Instrument und der Raum. In diesem Raum hat
in HH noch kaum jemand ein Konzert gehört, dabei ist er selten schön …

Die Spannung entsteht bereits durch das Instrument, das die Hauptrolle spielen wird: das Cimbalom ist schon vor 4000 (!) Jahren gespielt worden, ein wunderbares Instrument, neunzig Kilo schwer, kann orientalische Sehnsüchte wecken, in vielen Ländern des Balkans folkloristische Weisen und weltweit Neue Musik spielen! Es hieß und heißt auch Cimbal, Hammered Dulcimer, Doulce melos, Hackbrett, Jewish Hammer, Salterio, Psalter, Santur, Tambal, Tympanon, Zymbal.

Altes Instrument trifft Neue Musik
Der Virtuosin Enikö Ginzery legen bekannte Komponisten ihre Werke für dieses Instrument zu Füßen. Sie kann Stimmungen erzeugen, die mit den Titeln der Stücke engumschlungen den Weg ins (glückliche) Ohr gehen. Lass den Balkon geöffnet von Theo Brandmüller, oder György Kurtágs Lass uns blödeln zum Beispiel. Enikö kann auch etwas erzählen über den Weg des Instruments aus der Volks- und Klassischen Musik in die Neue Musik.

Birgt schon die Begegnung mit dem Heute ein Spannungsfeld der besonderen Art, wird dieser Effekt gesteigert durch die Sängerin des Abends: Frauke Aulbert. Eine Hamburger Stimmkünstlerin, Sopran-Artistin, dem experimentellen Gesang verschrieben, ausgestattet mit großer Stimme und großem Mut. Auch von ihr lassen sich Komponisten zu Werken inspirieren. – In einer Hommage an John Cage (100. Geburtstag) wird sie ihre Spezialdisziplin zeigen. In anderen Stücken geht ihre Stimme die Verbindung zum Cimbalom ein, dramatisch, kunstvoll, folkloristisch.

Ein weiteres Element des Spannungsbogens ist der Raum, in dem HappyNewEars V stattfindet: inmitten klotziger, nagelneuer Bürobauten und neben einer Baustelle für einen weiteren (Hotel-)Klotz steht ein altes, heimeliges Gebäude, ein kulturelles Widerstandsnest: das Musikwissen-schaftliche Institut der Universität Hamburg, erbaut 1883, dem Baustil der Renaissance nachempfunden. Im Erdgeschoss ein schöner Konzertsaal, wenig genutzt, reizvoll gestrig, ideal für Neue Musik. Wäre nicht dieser Saal mit seiner alten Orgel: das Haus wäre längst weg.

Nach dem erfolgreichen, ausverkauften Konzert in der ehemaligen Opel-Werkstatt haben wir auch dieses Mal wieder die Firma bluenoise engagiert,
um das Licht zu einem weiteren Mitwirkenden des Abends zu machen.

Das Programm
Theo Brandmüller Lass den Balkon geöffnet solo Cimbalom
John Cage ARIA – solo Sopran
Hans-Joachim Hespos Santûr – solo Cimbalom
Dimitri Tersakis Sappho Fragmente
Györe Hirtenlieder aus dem Tisza Gebiet
Juraj Bene Haiku
Joao Pedro Oliveira Maelström – Cimbalom Live Elektronik
György Kurtág-János Pilinszky Splitter

Die fremdsprachlichen Texte bekommen eine deutsche Übertitelung.

Veranstaltungsort
Musikwissenschaftlichen Institut
Neue Rabenstraße 13, 20354 Hamburg

Bahn: S-Bahn Dammtor, dann 200m Richtung Mittelweg

In Kooperation mit IKI – new classical e.V.